Rücken- und Entspannungskurse? Stressmanagement? Oder lieber Walking? Nein, hier geht es nicht um Überlegungen zur Freizeitgestaltung nach Büroschluss. Vielmehr zeigt dies, wie vielfältig Unternehmen heutzutage die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter fördern und sie proaktiv zu einer gesunden Verhaltensweise anregen können. Diese Investition macht sich schnell bezahlt. Denn gesunde Arbeitnehmer fallen seltener aus, sind produktiver und steigern die Wettbewerbsfähigkeit. Darüber hinaus erhöhen Arbeitgeber durch entsprechende Angebote ihre Attraktivität.
Zahlreiche Firmen haben schon erkannt, welch wertvollen Beitrag betriebliche Gesundheitsförderung zu einem nachhaltigen Unternehmenserfolg leistet. Doch die jeweiligen Maßnahmen – das unterstreicht die DEKRA Befragung durch forsa – könnten intensiver betrieben werden.
So geben 31 Prozent der Arbeitnehmer an, dass ihr Arbeitgeber Vorsorgeuntersuchungen zum Beispiel bei Bildschirmarbeit anbietet. Bei jeweils 28 Prozent der Arbeitnehmer gibt es eine gesundheitsfördernde Arbeitsplatzgestaltung beziehungsweise Kooperationen mit Sport- oder Fitnessstudios. Bei jeweils 22 Prozent bietet der Arbeitgeber den Mitarbeitern gesundes Kantinenessen oder Entspannungskurse, Stressmanagement oder Massagen an.
18 Prozent können Rückenkurse oder Walking-Angebote in Anspruch nehmen, 14 Prozent andere Sportangebote, 13 Prozent Ernährungskurse oder Ernährungsberatung, zehn Prozent Kurse zur Tabakentwöhnung sowie andere Hilfs- und Beratungsangebote.
Gegenüber der vergleichbaren Befragung von 2017 bedeuten diese Zahlen keinerlei Verbesserungen, teilweise wurden die Angebote eher noch zurückgefahren. Für Befragte aus den Arbeitsumfeldern Bau, Handwerk, Industrie und Lager beziehungsweise Büro gab es häufiger Angebote als für Befragte im Handel, Außendienst oder dem Bereich Bildung und Gesundheit. Durchschnittlich 36 Prozent der Befragten sagen, dass ihr Arbeitgeber keinerlei Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung anbietet – in den Arbeitsfeldern Bildung und Gesundheit sowie Handel und Außendienst sind es sogar 46 beziehungsweise 62 Prozent.